kürbis

rezepte

 
Kürbisvielfalt im Garten
 

Den beginnenden Herbst läuten wir gerne mit einem großen Topf Kürbissuppe ein. Nichts dagegen, so eine orangene Sämigkeit wärmt, ist echtes comfort food und macht uns glücklich. Aber Kürbis kann noch so viel mehr! Er schmeckt nicht nur gekocht, sondern auch roh. Mal ist er ein stolzer Solist, mal tummelt er sich gerne in Gesellschaft (Curry! Blechgemüse!). Er liebt mediterrane Kräuter ebenso wie orientalische Gewürze, wird meistens herzhaft, manchmal aber auch süß zubereitet, kann geröstet, gegrillt, gebraten und gefüllt werden... schau dich mal um!

Kürbisse im Garten

Kürbiskernfalafel mit Kürbiscreme

Große, große Falafelliebe. Geht’s Dir genauso? Dann probier mal diese grünen Nocken! Du kannst sie auch zu runden oder leicht platt gedrückten Kugeln formen, wenn dir das Hantieren mit zwei Esslöffeln zu kompliziert erscheint (ist es natürlich nicht, das merkst Du beim Ausprobieren). Die knusprigen Nocken sind perfekt, um das nach marokkanischem Souk duftende Kürbispüree und die beiden Saucen nach und nach vom Teller aufzuwischen. 

Kürbiskernfalafel mit Kürbiscreme und Joghurtsauce
 
 

Für die Falafel: 200 g getrocknete Kichererbsen | 2 Knoblauchzehen | je ½ Bund Minze, glatte Petersilie und Koriandergrün | 50 g Kürbiskerne | 1 TL Backpulver | 2 TL gemahlener Kreuzkümmel | 4 EL Zitronensaft| 1 l neutrales Öl zum Frittieren 

Für die Kürbiscreme: 1 kg Kürbis (z.B. Muskatkürbis) | 3 EL Olivenöl | 1-2 TL Ras el hanout | 2-3 TL Zitronensaft

Die Kichererbsen über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen. 

Am nächsten Tag den Backofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Kürbis schälen, Kerne und Fasern entfernenund das Fruchtfleisch in grobe Stücke schneiden. Kürbisstücke mit Olivenöl, etwas Salz und Pfeffer auf einem Backblech mischen. Im Ofen 30 Minuten garen, bis der Kürbis weich und leicht gebräunt ist. Herausnehmen, in einen Rührbecher füllen und pürieren. Ras el hanout unterrühren und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Abgedeckt warm halten oder lauwarm oder ganz abkühlen lassen.

Für die Falafeln die Kichererbsen auf ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Knoblauch schälen. Kräuterwaschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen.Kichererbsen, Knoblauch, Kräuter und Kürbiskerne im Mixer oder mit dem Pürierstab zu einer groben Paste pürieren und in eine Schüssel geben. Backpulver, Kreuzkümmel, 1,5 TL Salz, Pfeffer und Zitronensaft zu der Kichererbsenmischung geben und gut verkneten. 30 Minuten ruhen lassen. 

Aus der Kichererbsenmasse mit 2 Esslöffeln etwa 20 kleine Nocken formen. Das Frittieröl in einem hohen Topf erhitzen, bis an einem hineingetauchten Holzlöffel kleine Bläschen aufsteigen. Die Falafeln portionsweise in etwa 2 Minuten hellbraun frittieren. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf mehreren Lagen Küchenpapier abtropfen lassen. Joghurt mit 1-2 EL kaltem Wasser verrühren. 

Kürbiscreme auf Tellern verstreichen, Falafeln darauf anrichten. Mit Joghurt und Tahin beträufeln und mit gerösteten Kürbiskernen, klein gezupften Kräuterblättchen  und Ras el hanout bestreuen.  

Für 4 Personen, 1 1/2 - 2 Stunden plus 1 Nacht Einweichen


Kürbis-Apfel-Chutney

Schön schlonzig, so muss ein Chutney sein. Also saftig-sämig-schmatzig. Süß-säuerlich, würzig, hocharomatisch? Klar, das sowieso. Du kannst es direkt aus dem Glas löffeln, und dir wird nichts fehlen. Gib einen üppigen Löffel davon auf eine Schale Gemüsecurry oder eine Reispfanne, mach die Augen zu und träume dich nach Fernost.

Kürbis-Apfel-Chutney
 
 

1 kg Kürbis (z.B. Butternut oder Muskatkürbis) |150 g Zwiebeln | 80 g Ingwer  | 1 kleine rote Chili | je 2 TL Kreuzkümmel- und Koriandersamen | 3 EL Rapsöl | 2 Lorbeerblätter | 1 Sternanis | 2 TL schwarze Senfsamen | 1 TL Zimtpulver | 500 g säuerliche Äpfel | 400 g Rohrzucker | 300 ml Weißweinessig | Salz

Den Kürbis schälen, Kerne und Fasern entfernenund das Fruchtfleisch in gut zentimetergroße Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen und in dünne Spalten schneiden. Ingwer schälen und fein hacken, Chili waschen, entkernen und fein hacken. Die Kreuzkümmel- und Koriandersamen im Mörser grob zerstoßen. Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Ingwer, Chili und alle Gewürze darin bei kleiner Hitze etwa 5 Minuten andünsten. 

Die Äpfel waschen, vierteln, entkernen und die Viertel in je 3-4 Stücke schneiden. Kürbis und Äpfel dazugeben und kurz mit andünsten. Zucker, Essig und 1 gehäuften TL Salz dazugeben, alles gut verrühren, aufkochen und bei kleiner Hitze 25-30 Minuten köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren. 

Gegen Ende der Garzeit soll das Chutney dicklich eingekocht und dennoch saftig sein. Beim Abkühlen dickt es noch etwas sein - ist das Chutney eher fest, lieber noch ein paar Esslöffel Wasser unterrühren. Die Lorbeerblätter herausfischen, das Chutney mit Salz abschmecken, in heiß ausgespülte oder sterilisierte Gläser füllen und verschließen.

Für 5-6 kleine Gläser, ca. 60 Minuten


Kürbisschnecken

Fluffiger Hefeteig umhüllt ofengeröstete Kürbisscheiben. Kürbiskernknusprige Kräuterbutter sorgt dafür, dass die Schnecken nicht nur frisch aus dem Ofen, sondern auch nach ein, zwei Tagen noch herrlich saftig schmecken. Falls sie nicht schon am Backtag alle weggeknuspert sind ....

Knusprige Kürbisschnecken in einer Auflaufform
 
 

Für den Hefeteig: 500 g Weizenmehl (Type 550) und Mehl zum Arbeiten | 25 g frische Hefe | 1 TL Zucker | 200-225 ml Milch | 50 g weiche Butter | 2 Eier (Größe M)

Außerdem: Salz | ca. 500 g Hokkaido-Kürbis | schwarzer Pfeffer | 2 EL Ahornsirup | 2 EL Zitronensaft | 3 EL Olivenöl | 50 g Kürbiskerne | 1 Bund Petersilie | 2 EL Rosmarinnadeln | 60 g weiche Butter und Butter für die Form

Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe hineinbröckeln und den Zucker darüberstreuen. Die Hefe mit 200 ml lauwarmer Milch und etwas Mehl vom Rand zu einem Vorteig verrühren. Mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen.

Butter in Flöckchen, Eier und 1 TL Salz zum gegangenen Vorteig geben. Gründlich etwa 5 Minuten lang zu einem glatten, elastischen Hefeteig kneten. Eventuell noch etwas mehr Milch dazugießen, falls der Teig zu fest sein sollte. Den Teig mit einem feuchten Tuch abgedeckt weitere 45–60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis er das doppelte Volumen erreicht hat.

Währenddessen den Backofen auf 220° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Kürbis waschen, Kerne und Fasern entfernenund das Fruchtfleisch in etwa 2 mm dünne Scheiben schneiden. Gleichmäßig auf dem Blech verteilen, mit Salz und Pfeffer würzen. Ahornsirup, Zitronensaft und Öl verrühren und darüber träufeln. Im Ofen 15 Minuten garen, bis die Kürbisscheiben fast weich sind. 

Inzwischen die Kürbiskerne grob hacken. Die Kräuter waschen und trocken schütteln, die Blätter abstreifen und fein hacken. Kürbiskerne, Kräuter und weiche Butter verrühren und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

Den Kürbis aus dem Ofen nehmen. Die Backofen-Temperatur auf 200° (Ober-/Unterhitze) herunterschalten. Den Teig auf wenig Mehl zu einem Rechteck von ca. 30 x 40 cm ausrollen. Gleichmäßig mit der Kürbiskernbutter bestreichen und mit den Kürbisscheiben belegen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen und in 10 Scheiben schneiden. Die Scheiben nebeneinander in eine gefettete Auflaufform setzen und weitere 10 Minuten gehen lassen.

Im Ofen (Mitte) in ca. 25 Minuten goldbraun backen..

Für eine Auflaufform, 10 Stück; ca. 60 Minuten plus 60-75 Minuten Gehen und ca. 25 Minuten Backengroße


Spaghetti-Kürbis mit gebräunter Butter und Pinienkernen

Eine Handvoll Zutaten, ein knappes Stündchen im Ofen, ein bisschen mit der Gabel im Kürbis herumgestochert, schon hast du die köstlichsten Gemüsespaghetti – und das ohne Maschine, ohne Kurbeln und ganz ohne low carb-Hintergedanken. Ein großes Grazie sag’ ich all den italienischen Mammas – Ihr wisst, wie man aus wenigen, schlichten Zutaten ein Essen zaubert! Zufriedene Gesichter und ein wohlig-warmes Gefühl im Bauch sind Euch gewiss!

 
 
Spaghetti-Kürbis mit gebräunter Butter und Pinienkernen

2 Spaghettikürbisse | 125 g Butter | Salz | schwarzer Pfeffer | 2 Knoblauchzehen | 1 gehäufter EL Thymianblättchen | 50 g Pinienkerne | 1/2 Bund glatte Petersilie | 1-2 TL Chiliflocken | 4 EL Parmesanbröckchen

Den Backofen auf 220° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Kürbisse längs halbieren und die Kerne mit einem Esslöffel herauskratzen. Die Kürbisse mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech setzen. Die Schnittflächen mit insgesamt 2 EL weicher Butter bepinseln und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Knoblauch und Thymian auf die Schnittflächen streuen. Die Kürbisse im Ofen 50-60 Minuten backen. Die Garzeit hängt von der Größe der Kürbisse ab, am besten mit einem kleinen Küchenmesser nach 45 Minuten tief ins Fruchtfleisch stechen und überprüfen, ob der Kürbis schon gar ist (das Messer muss sich leicht aus dem Kürbis herausziehen lassen).

Inzwischen die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und beiseite stellen. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättchen fein hacken. Übrige Butter in einem kleinen Topf schmelzen und weiter erhitzen, bis sie nussbraun ist. Den Topf vom Herd nehmen.

Die gegarten Kürbisse aus dem Ofen nehmen und das Fruchtfleisch mit einer Gabel aufkratzen bzw. auflockern; dabei entstehen die typischen „Spaghetti“. Mit flüssiger Nussbutter beträufeln, mit Pinienkernen, Chiliflocken, Petersilie und Parmesan bestreuen. 

4 Personen, ca. 25 Minuten plus ca. 60 Minuten Garen

Kürbisse vor dem Holzschuppen